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Neuer Fahrplan ab 3.8.2020 online

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31. Juli 2020
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Neuer Fahrplan ab 3. August 2020

BürgerBus fährt zum Freizeitpark nach Verden

Es tut sich was beim BürgerBus Kirchlinteln. Es gibt zum 3.8.20 einen neuen Fahrplan. Der BürgerBus reagiert auf die vom Landkreis initiierte  Neuausrichtung der Allerbus-Linien 701 und 713.  Ausschlaggebend für diese Änderung ist die Umstellung der Linie 713 von einer Ringlinie zu einer Radiallinie, die eine deutliche Verbesserung des Fahrangebotes für die Kirchlintelner Bürger nach Verden und zurück mit sich bringt. Der BürgerBus passt nun sein Angebot an die veränderte Linie 713 an, damit die bewährten Angebote weiterhin gelten.

Die veränderte Linie 713, die einen neuen Linienverlauf hat und nicht mehr über Eitze und Luttum, nun aber auch nicht mehr über die Ziegelei fährt, hat Auswirkungen auf die Linien des BB-Vereins und bringt dadurch eine wesentliche Neuigkeit mit sich. Alles Bewährte bleibt jedoch beibehalten, einzig die Abfahrtzeiten werden geringfügig an die Zeiten der Linie 713 angepasst.
Ab dem 3.8. fährt der BürgerBus Kirchlinteln bis zu fünf Mal täglich zum Freizeitpark in Verden und stellt damit eine Verbindung zu dem beliebten Ausflugsziel her. Jetzt geht es nicht mehr den weiten Weg über Verden zurück nach Kirchlinteln sondern es kann die Heimfahrt auf direktem Weg genutzt werden. Schließlich kommt man mit der letzten Abfahrt vom Freizeitpark auch direkt ohne Umsteigen zu allen Haltestellen in der Lintler Geest, die von der Linie 784 angefahren werden. Notwendig wurde diese Verbindung von Kirchlinteln zum Freizeitpark, weil die Linie 713 zukünftig nicht mehr den direkten Weg von Kirchlinteln nach Verden befährt und damit nicht mehr die Haltestelle Ziegelei bedienen würde. Dort aber ist die Gärtnerei Blume & Co. der Lebenshilfe Rotenburg-Verden angesiedelt, die am öffentlichen Nahverkehr angeschlossen bleiben sollte.

Folgende Änderungen sind für die Nutzer des BürgerBusses zu beachten.

Die Linie 781 fährt ab dem 3.8. an allen Haltestellen drei Minuten früher ab als bisher. Die Umsteigehaltestelle zur Linie 713 in Richtung Verden um 11:00 Uhr und um 17:00 Uhr ist jetzt die Haltestelle Schulstraße. 

Die Linie 782 bedient neu zusätzlich zu dem bisherigen Verlauf die Haltestellen Kirchlinteln Ziegelei und Verden Freizeitpark. Die beiden Fahrten um 9:26 Uhr und 15:26 Uhr, die schon seit längerem gefahren werden, werden bis zum Freizeitpark verlängert. Neu gibt es eine Fahrt vom Freizeitpark in Anbindung an die Linie 713 nach Kirchlinteln um 7:47 Uhr. Die Linie 782 bedient die bisherigen Haltestellen zukünftig bis zu sechs Minuten früher als gewohnt.
Die Linie 783 fährt wie die Linien 781 und 782 ebenfalls ca. vier Minuten früher an den bekannten Haltestellen ab. Neu bei dieser Linie ist, dass zwei Fahrten, die am späten Vormittag und die am späten Nachmittag jeweils bis zum Freizeitpark verlängert werden, von wo es dann zurück zur Schulstraße in Kirchlinteln geht.
Bei der Linie 784 gibt es keine Änderungen der Abfahrtszeiten und keine Änderungen bei den zu bedienenden Haltestellen. Allerdings werden einige Haltestellen (Schafwinkel St. Pauli, Schafwinkel Abzw. Egenbostel, Schafwinkel Zum Keenmoor, Schafwinkel An der Bahn und Bendingbostel Otten) zusätzlich in Rufbushaltestellen umgewidmet. Damit verbessert sich das Angebot im Bereich Schafwinkel Bendingbostel  mittags und am frühen Abend.

Die neuen Fahrpläne der BürgerBus-Linien werden
am 1. August auf dieser Webseite veröffentlicht.



Der letzte Fahrerstammtisch war im Februar 2020, dann kam im März Corona dazwischen. Die Zeit ist aber nicht stehen geblieben, und es wird Veränderungen im Linienverkehr des Kirchlintler BürgerBusses geben.
Darum lädt Rüdiger Klinge für kommenden Montag, 20. Juli, zu einer Sitzung aller Fahrerinnen und Fahrer ein. Im Lintler Krug soll an diesem Tag ab 19 Uhr über den neuen Fahrplan gesprochen werden, der für den BürgerBus ab Montag, 3. August, gilt.
„Mit dem anstehenden neuen Fahrplan gehen erhebliche Linienveränderungen einher“, sagt Klinge und betont damit die Wichtigkeit dieses Treffens. Selbstverständlich können danach noch andere Themen rund um den BürgerBus angesprochen werden.                                                              (13. 7.2020)

Sechs Wochen Niedersachsen entdecken

                   16.07.2020 bis 26.08.2020

Günstig unterwegs in den SommerferienAusführliche Infos unter https://www.sft2020.de

Wer darf das Sommerferienticket (SFT) nutzen?
  • Das SommerFerienTicket erhalten alle Kinder und Jugendlichen Geburtsjahrgang 2001 und jünger
    (19. Geburtstag im Jahr 2020).
  • Die Berechtigung zur Nutzung ist von den Nutzern ab dem Alter von
    16 Jahren  mit einem amtlichen Lichtbildausweis zu belegen, der bei der Fahrt mitgeführt werden muss. 
  • Das SommerFerienTicket kostet 33 €. 
  • Das SommerFerienTicket ist nicht übertragbar und vor Antritt der ersten Fahrt vom Inhaber in allen dafür vorgesehenen Feldern mit Kugelschreiber deutlich lesbar mit den persönlichen Daten auszufüllen. In Zweifelsfällen kann bei einer Kontrolle die Wiederholung der Unterschrift verlangt werden.
  • Geltungsbereich und Geltungsdauer
    SommerFerienTickets sind im Land Niedersachsen (außerhalb des HVV-Hamburg AB)  und  im  Land  Bremen  bei  den  an  der  SommerFerienTicket-Aktion  beteiligten Verkehrsunternehmen  in  allen  Zügen  des  Nahverkehrs,  Bussen,  Stadt-  und Straßenbahnen gültig.
ACHTUNG
  •  Das SFT ist nicht übertragbar. Also erst Kuli her und ausfüllen, dann fahren.
  •  Das Ticket darf nicht laminiert werden.
  •  Bei falscher Benutzung des SFT kostet es mindestens 60 € erhöhtes Beförderungsentgelt.
  •  Es gelten die Bedingungen des SFT und die Beförderungsbedingungen des jeweils
    benutzten Verkehrsverbundes/-unternehmens.
  • Tipps für Touren
  •  genießt das Strandleben an der Nordsee,
  •  entdeckt den Harz, das Weserbergland oder die Lüneburger Heide
  •  erlebt norddeutsche Großstädte,

Fahr doch mal nach Hamburg
  • Das SFT gilt in allen Nahverkehrszügen und S-Bahnen bis Hamburg Hbf (das SFT gilt nicht in Fernverkehrszügen wie den Flixtrain oder Urlaubs-Express).
  • in Hamburg gibt´s ein Zusatzticket für 3,40 € damit könnt ihr ab 9.00 Uhr montags bis freitags (sa. u. so. ganztägig) alle Busse und Bahnen des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) nutzen - erhältlich ist das Zusatzticket am Ticketautomaten des HVV (Taste Einzelkarte Hamburg AB) oder bei den Busfahrer/innen im HVV
( 3. Juli 2020)


Jahreshauptversammlung 2020 wird verschoben

Laut Satzung des BürgerBus Kirchlinteln e.V. muss der Vorstand im ersten Halbjahr eines Kalenderjahres eine alljährliche Jahreshauptversammlung (JHV) einberufen. Diese bedarf einer Ladungsfrist von mindestens zwei Wochen.
Da derzeit  Mitgliederversammlungen aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation nicht durchgeführt werden können und nicht erkennbar ist, ob dies nach Ablauf von zwei Wochen möglich sein könnte, kann der Vorstand seiner Verpflichtung nicht nachkommen. Der Vorstand des BürgerBus Kirchlinteln e.V. muss daher die JHV mit der Berichterstattung gegenüber den Mitgliedern auf das zweite Halbjahr verschieben. Der Vorstand wird darüber informieren, sobald ein möglicher Termin absehbar ist.
(10.06.2020)

BürgerBus nimmt den Betrieb
am Dienstag, 2. Juni, wieder auf

Infektions-Schutzvorrichtungen für die Fahrerinnen und Fahrer sind eingebaut worden. Unser Hygieneplan sieht unter anderem
die regelmäßige Desinfektion von Haltegriffen und Stangen vor.
Alle Fahrgäste über 6 Jahre müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Über die in Niedersachsen geltenden Bestimmungen und die möglichen Ausnahmen wird hier informiert.

Darüber hinaus werden Sie gebeten, das Geld für die Fahrkarten, wenn möglich, abgezählt bereit zu halten und bei der Sitzplatzwahl, soweit machbar, die Mindestabstände einzuhalten.
(26.05.2020)

Maik Meyer neuer Werbepartner für den BürgerBus

Der Kirchlintler BürgerBus hat einen neuen Werbepartner. Elf Wochen dufte der BürgerBus wegen der Corona-Krise nicht gefahren werden. Diese Zeit nutzten die Vereinsverantwortlichen, einen neuen Werbepartner für den Achtsitzer-Bus zu suchen. Sie waren erfolgreich, und so konnte mit der ersten Fahrt nach der langen Pause am Dienstag, 2. Juni, mit Maik Meyer jemand Neues präsentiert werden. Der Kirchlintler Jungunternehmer mit den Schwerpunkten Web, Print und Design sieht in dem Bus eine schöne Möglichkeit, sich und seine kreative Firma in der Gemeinde Kirchlinteln weiter bekannt zu machen.
(8. Juni 2020)


Schutz für die Fahrerinnen und Fahrer im BürgerBus


Hier können Sie sehen, wie das aussehen wird.
Wir zeigen Ihnen den Schutz am Beispiel unseres ehemaligen BürgerBusses, den wir immer mal wieder als Leihbus fahren.



                                                                                            (11.05.2020)


Schutz für die Fahrerinnen und Fahrer im BürgerBus

Seit dem 16. März fährt der Kirchlintler BürgerBus nicht mehr seine Touren durch den nördlichen Teil der Gemeinde. Das sind schon über fünf Wochen Stillstand – verursacht durch die Corona-Pandemie. Um für einen baldigen Neustart gewappnet zu sein, wurde jetzt ein Spuckschutz eingebaut.
„In der Tischlerei Thomas Dreyer aus Armsen wurde hervorragende Arbeit geleistet, es rappelt nichts während der Fahrt“, freut sich BürgerBusvereinsvorsitzender Rüdiger Klinge bei der Vorstellung des einzigartigen Schutzes für die Fahrer und einer Probefahrt über das Kopfsteinpflaster an der St.-Petri-Kirche vorbei. Der komplette Platz beim Einstieg wird nicht beeinträchtigt und bleibt in seiner ursprünglichen Größe erhalten, die Behindertenfreundlichkeit ist weiterhin gegeben, weil die Rampe problemlos ausgeklappt werden kann, Fahrgäste mit Rollatoren haben Platz ebenso wie Kinderwagen. „Das war das Prinzip der Überlegungen“, sagt Klinge. Durch eine Öffnung sei zudem auch der Fahrkartenverkauf gewährleistet.
Es gab im Vorfeld viele Denkansätze, um den Einbau zu optimieren. Voraussetzung für Klinge war, „das alles wieder abschraubbar sein muss“. Als nächster Schritt wird nun die Fahrt mit dem BürgerBus und dem neu eingebauten Spuckschutz zum Technischen Überwachungsverein (TÜV) sein. Klinge: „Jetzt fahre ich noch zum TÜV, um prüfen zu lassen, ob alles in Ordnung mit dem Einbau ist; Vorschriften hierfür gibt es wohl nicht.“ Neben dem Ottersberger BürgerBus ist der Kirchlintler der zweite BürgerBus mit dieser Schutzvorrichtung.
Der achtsitzige BürgerBus wurde im Februar 2015 in Dienst genommen und hat seit dem rund 380.000 Kilometer gelaufen. „Ein neuer Bus ist bestellt und sollte im August kommen, durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wird sich dieser Termin nicht halten lassen“, so Klinge. Eine Verschiebung der Lieferung bis in den November hinein wurde von der Herstellerfirma schon schriftlich mitgeteilt, allerdings ohne Gewähr. Neue Busse können bestellt werden, wenn innerhalb von sieben Jahren eine Laufleistung von höchstens 250.000 Kilometer erreicht werden. „Wenn ein Bus mehr als 250.000 Kilometer erreicht hat, kann der jeweilige BürgerBusverein schon nach fünf Jahren einen neuen Bus beantragen“, betont der Vereinsvorsitzende. Rund 75.000 Kilometer werden von den ehrenamtlichen Fahrern jedes Jahr im Geestbezirk der Gemeinde mit dem BürgerBus gefahren. Der jetzt bestellte neue BürgerBus ist dann nach 2015 schon das zweite Fahrzeug, um dessen Bestellung sich Rüdiger Klinge gekümmert hat. Der erste Bus, der 2009 in Dienst gestellt wurde, läuft immer noch bei Allerbus in Verden und hat mittlerweile schon ca. 550.000 Kilometer runter.


Wegen der Corona-Krise wird der Fahrbetrieb vorübergehend eingestellt!

Der BürgerBus Kirchlinteln folgt der ausdrücklichen Empfehlung des ZVBN (Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen), den BürgerBus-Verkehr bis auf Weiteres einzustellen.

Da Fahrgäste und Fahrer*Innen überwiegend zum älteren Teil der Bevölkerung zählen, gehören sie zu den besonderen Risikogruppen. Die empfohlenen Schutzmaßnahmen für den öffentlichen Personennahverkehr sind in BürgerBussen nicht zufriedenstellend umzusetzen. Die vorübergehende Einstellung des Betriebs wird wieder aufgehoben, sobald eine veränderte Lage des Infektionsrisikos es ermöglicht.
(15.3.2020)


BürgerBusfahrer aus Wildeshausen unterwegs




Busfahren im Ehrenamt. Hat der Film Ihr Interesse geweckt?

Wir freuen uns immer über neue Fahrerinnen und Fahrer!

Schreiben Sie uns oder sprechen Sie uns im Bus an!

(3.3.2020)


BürgerBus-Aktive bei

ihrer jährlichen Wintertour




Einen stürmischen aber sehr milden Februartag hatten sich die Kirchlintler BürgerBusfahrer zu ihrer jährlichen Wintertour ausgesucht. Vom Lintler Krug führte der geschichtsträchtige Weg nach Scharnhorst, Ziel war das Gasthaus Müller. Vorher legten die Akteure des Vereins, wozu die Fahrer und weitere Ehrenamtliche, die sich um das Organisatorische des Vereins kümmern, gut sieben Kilometer über Feld- und Waldwege zurück. Unterwegs gab es dann von Hermann Meyer an vier Stationen kurze geschichtliche Rückblicke zu besonderen Ereignissen an der Strecke. Den Anfang machte der zukünftige Bahnhalt an der Kreepener Straße. Hier erklärte Hermann Meyer den Aktiven, dass der jetzige Streckenverlauf der Amerikalinie zwischen Langwedel und Visselhövede zurzeit der Planung noch ungewiss war. "Es gibt eine Skizze, nach der der Schienenstrang nördlich von Kirchlinteln an Kreepen und Groß Sehlingen vorbeilaufen sollte." Warum letztendlich doch die südliche Variante gewählt wurde, sei nicht bekannt. Wahrscheinlich war wohl die Bevölkerung in den einzelnen Ortschaften. Nach der Volkszählung 1871 lebten in Kirchlinteln 345 Einwohner und in Bendingbostel 173; in Kreepen nur 89 und in Groß und Klein Sehlingen 185 Einwohner.
Die Tour führte weiter zwischen Bahnlinie und dem Sonderkamp entlang. Die Bahnlinie und der ehemalige Kirchlintler Bahnhof wurde in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts auf dem Gebiet des heutigen Sonderkamps, früher Sünderkamp genannt, gebaut. Meyer zitierte aus der „Chronik der Pfarrei zu Kirchlinteln“, die Pastor Rüppell im Jahr 1900 verfasste: „Durch Ministerialverfügung vom 2. Juni 1871 wurde der Freien Hansestadt Bremen für eine von ihr zu erbauende Eisenbahn zwischen Langwedel und Uelzen die Aufnahme der speziellen Vorarbeiten genehmigt. Von dem Pfarracker auf dem Sünderkamp wurden in demselben Jahre 103,9 Ar (das sind 10.390 Quadratmeter) zum Preise von 200 Thaler pro Morgen (ein Morgen ist ein älteres Feldmaß und misst 25 Ar) = 173 Thaler und 5 Groschen (umgerechnet wären das heute ungefähr 529 Mark, also rund 270 Euro) zum Bahnbau abgetreten. Die Bahnlinie wurde 1873 eröffnet. „Schön wäre es, wenn 150 Jahre später, also 2023, der Bahnhalt Kirchlinteln eröffnet werden könnte“, sagte Meyer unter dem Beifall der Anwesenden.
Weiter ging es auf dem alten Kirchweg zwischen der Siedlung Horst und St.-Petri-Kirche.

Eine Mauer am Weg warf Fragen auf, die Meyer beantworten konnte. Mauer und der gegenüberliegende Teich waren Teil eines Parcours, auf dem Bewerber für Olympia 1972 übten, und auf dem auch die Ausscheidungswettkämpfe im Vielseitigkeitsreiten zu den Olympischen Spielen 1972 in München durchgeführt sein sollen, so Meyer. "Hier bei der Mauer ging es von einer Anhöhe herab im Steilsprung und dann durch das Wasser. Im Teich soll ein dicker Buchenstamm befestigt gewesen sein, der vom Pferd übersprungen werden musste." Mitorganisator dieser Streckenführung soll Hans-Heinrich Isenbart gewesen sein, der jahrelang in Kirchlinteln lebte. Aufgrund seiner jüdischen Großmutter mütterlicherseits verwehrten ihm die Nationalsozialisten allerdings die in der Familientradition verankerte Offizierslaufbahn. 1945 fing er als freier Mitarbeiter beim NWDR an. 1956 kommentierte er die Olympischen Reiterspiele, wechselte 1960 zu Radio Bremen und wurde ab 1974 ARD-Sportkoordinator. 15 Jahre lang, von 1973 bis 1988, moderierte er die Gala-Abende bei der Verdener Auktion. Am 25. Dezember 2011 starb im Alter von 88 Jahren.
Vierte und letzte Station der Wintertour war der Lehmer Brook oder Schnuckenstall. Das älteste zur Verfügung stehende Kartenmaterial sei die Kurhannoversche Landesaufnahme von 1768 bis 1778, sagte Meyer. Hier sei der Limmer Brok eingezeichnet an der Stelle, die heute als Schnuckenstall bekannt sei. "Südlich des Horstberges, beiderseits der Straße Horst liegt ein Leemer Bruch in der Größe von 17 Hektar." In den Abrechnungsbühern der Stadt Verden von 1602 bis 1672 seien Aufwendungen aufgeführt für die Kötner aus Borstel und Scharnhorst für das Graben von Erde im Lemer Brook. Diese Erde wurde an die Ziegeleien in Verden geliefert. "Es war umgangssprachlich Pfannenerde, während die Erde aus der Marsch Ziegelerde genannt wurde.“ In den Kirchlintler Kirchenbüchern, die ab 1758 beginnen, gebe es erste Eintragungen mit Lemerbrook. Hier wurden Kinder geboren und in der Kirchlintler Kirche getauft, Menschen aus Lemerbrook wurden in Kirchlinteln getauft und auf dem Friedhof in Kirchlinteln beerdigt. Die letzte Erwähnung Lemerbrook erfolgte 1823. Meyer: "Irgendwann setzte sich die Bezeichnung Schnuckenstall durch.“ Als Beispiel hierfür zitierte Meyer eine gerichtliche Zeugenvernehmung aus dem Jahr 1814, in der Schäfer Johann Hermann Meier, wohnhaft in Lemerbrook, auf die Frage, wo er wohne, antwortete: Zum Schnuckenstall oder Lehmerbruch“. In Schnuckenstall wohnten über die Jahrhunderte hinweg viele Schäfer. Grabsteine der Familie Joh. Friedr. Meier, er war Schäfer von Beruf, sind im Museumsdorf Cloppenburg zu finden.






































Am 4. Februar mit dem BürgerBus

zum Kino im Lintler Krug


Die neue Haltestelle Millionenstraße in Odeweg

Auch mitten im Winter geht es weiter mit den Filmvorführungen im Lintler Krug. Der nächste Filmtag ist am Dienstag, 4. Februar. Seit jetzt schon acht Jahren wird ein neues Kinogefühl in der Kulturdiele des renovierten Lintler Krug präsentiert, so die vier Organisatorinnen. "Sehr zur Freude der Kinder und Erwachsenen", bestätigen Sigrid Lindhorst, Gertrud Kroll, Bärbel Heller und Elke Beckmann. Der Eintritt ist wie immer frei, und wie üblich wird kostenlos Popcorn in Kinoqualität für die Kinder angeboten. Zum Nachmittagsfilm können Kinder aus den Ortschaften, die zu dieser Zeit vom BürgerBus bedient werden, rechtzeitig mit dem Achtsitzer zum Filmstart kommen.
Nach Filmende können alle kleinen Kinogäste ab 18 Uhr den BürgerBus bequem für die Rückfahrt nach Hause nutzen. Voraussetzung ist allerdings, sie wohnen in den Ortschaften, die von den BürgerBuslinien angefahren werden. Ankunft und Abfahrt des BürgerBusses ist direkt auf dem Hof des Lintler Krugs, damit die Kinder nicht die Landesstraße überqueren müssen, so die Organisatorinnen. Sie weisen aber auch darauf hin, dass die Kinder ihre Ausstiegshaltestelle
namentlich kennen sollten.
Die Nachmittagsvorstellung beginnt um 16.30 Uhr mit dem norwegischen Kinderfilm „Rafiki – Beste Freunde“ (79 Minuten, freigegeben ab sechs Jahren) aus dem Jahr 2009, in dem es um Migration und Widerstand geht. Die neunjährigen Freundinnen Julia, Mette und Naisha sind seit Schulbeginn unzertrennlich und verbringen jede freie Minute miteinander. Doch die gemeinsame Zeit nimmt ein abruptes Ende, als Naishas Familie einenAblehnungsbescheid für ihren Asylantrag erhält. Die Familie packt kurzerhand ihre Sachen und flieht nach Oslo, um dort unterzutauchen. Auch wenn die Freundinnen nun getrennt sind, pflegen sie mithilfe von geheimer Tinte weiterhin Kontakt miteinander und Julia und Mette wissen, wo sich Naisha aufhält. Zu ihrem Ärgernis bringt allerdings auch Julias Vater den Aufenthaltsort in Erfahrung – und der ist Polizist. Es beginnt eine abenteuerliche Reise für die Mädchen, die alles dafür tun, um Naishas Ausweisung zu verhindern.
In der anschließenden Abendvorstellung um 19.30 Uhr wird der deutsche Kinofilm „Ich fühl mich Disco“ (98 Minuten, freigegeben ab zwölf Jahren) aus dem Jahr 2013 gezeigt. Eigentlich ist Florian Herbst am glücklichsten, wenn Papa nicht zu Hause ist. Dann kann er mit seiner Mama durch die Wohnung tanzen, verrückte Kostüme anziehen und seine Sorgen vergessen. Auch Hanno Herbst kann mit seinem Sohn nicht so richtig viel anfangen. Der hat zwei linke Hände, einen viel zu dicken Bauch, interessiert sich nicht für Sport und ist schwul. Alles nicht so schlimm! Es gibt ja immer noch Mama. Die hält die fragile Familienharmonie mit zärtlicher Dominanz in Schach und beschützt ihre beiden Männer voreinander. Zumindest so lange, bis eines schrecklichen Morgens das Kartenhaus in sich
zusammenbricht und Mama von einer Sekunde auf die andere verschwindet. Der Film erzählt, wie Vater und Sohn überfordert zurückbleiben, mit ihrem Schicksal umgehen lernen und langsam zueinander finden.
 
(28.1.2020)


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Diese Seite wurde zuletzt am   27.07.2020  aktualisiert.