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18. März 2019
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Kohl-und-Pinkel-Tour der BürgerBus-Aktiven


Die Aktiven des BürgerBusvereins mit Partner
Einen sonnenreichen Wintertag hatten die Kirchlintler BürgerBusfahrer am Sonnabend, 23.02.2019, während ihrer Kohl-und-Pinkel-Tour. Vom Treffpunkt in Kirchlinteln ging es an der Amerikalinie entlang, durch das Hingstmoor nach Kreepen. Ziel war Heitmanns Gasthof, wo es ab 18.30 Uhr das leckere norddeutsche Essen mit Grünkohl und Pinkelwurst gab.
Vorher legten die Akteure des Vereins, wozu die Fahrer und weitere Ehrenamtliche, die sich um das Organisatorische des Vereins kümmern, rund fünf Kilometer über Feld- und Waldwege zurück.
Unterwegs gab es dann von Hermann Meyer einen geschichtlichen Rückblick zu zwei besonderen Ereignissen im Hingstmoor. Zum einen ging es dabei um die Wüstung Huckfelde, die südlich von Brammer lag. Meyer führte aus, dass mindestens vier bis fünf Häuser diesen kleinen Ort ausmachten, den es wohl seit Mitte des 15. Jahrhunderts nicht mehr gibt. Was die Menschen damals bewog oder veranlasste, ihre Lehmhäuser zu verlassen, sei nicht belegt. Feste Ortsstrukturen wie heute üblich, gab es erst ab dem Mittelalter. Allein von Landwirtschaft hätten die Bewohner nicht leben können. Der magere Boden und das Moor ließen keine ertragreichen Ernteeinnahmen zu. Darum sei davon auszugehen, so Meyer, dass es wohl hauptsächlich Handwerker waren, wie Schuster und Schmiede, die dort ihren Lebensunterhalt verdienten. Funde aus den 1960er-Jahren würden das belegen.
Meyer ging in seinem geschichtlichen Rückblick auch auf den Fund einer Moorleiche im Juni 1903 ein. Beim Torfstechen im Hingstmoor wurde dieser Leichnam entdeckt, der in einer Tiefe von rund 80 Zentimeter mit dem Gesicht nach unten im Moor lag. „Die Arme und Füße waren mit Weidenruten zusammengebunden, und neben der Leiche lagen drei schwere Steine, wahrscheinlich um diese am Auftreiben zu hindern“, sagte Meyer. Nach Vermutungen könnte die Leiche aus der römischen Kaiserzeit stammen, denn Tacitus, der römische Historiker, habe damals über die Germanen geschrieben: „Feiglinge, Kampfscheue und der Unzucht Überführte versenken sie im Morast eines Sumpfes, den sie mit Reisig überdecken.“ In Brammer wurde es nach dem Fund aufregend. Viele Menschen kamen, um sich die Moorleiche anzusehen. Ein Blick kostete zehn Pfennig. Der Landrat schaltete sich dann ein und nahm Kontakt mit dem Berliner Museum für Völkerkunde in Berlin auf. Dorthin sandte der Finder dann auch die Leiche. Der Finder erhielt 50 Mark dafür. Weitere 13,50 Mark stellte er dem Museum in Rechnung für das Ausheben der Leiche, für die Transportkiste und den Transport zum Bahnhof Kirchlinteln, schloss Meyer seinen Rückblick.
Ein Besuch des alten Kreepener Schulhofs rundete den interessanten Spaziergang der BürgerBusakteure ab, bevor es zum Kohlessen ging. Vereinsvorsitzender Rüdiger Klinge hob besonders den BürgerBusfahrer Erich Gansbergen hervor. Dieser sorgte spätabends für eine reibungslose Rückfahrt der Teilnehmer mit dem BürgerBus bis vor die jeweilige Haustür.



Auf dem Weg ins Hingstmoor