Auf der Walz im BürgerBus ![]() Der
BürgerBus Vissel meldete für die Haltestelle St. Pauli zwei Umsteiger.
Vor Ort stiegen dann zwei Gesellinnen zu, beide auf der Walz. Der
Visseler Fahrer hatte sie kostenfrei mitgenommen - eine Auflage aus
deren Walzregeln. "Ich habe mich da dann angeschlossen und sie auch unentgeltlich mitgenommen. Deren Ziel war Kirchlinteln", berichtete unser BürgerBus-Fahrer Hardy Peters. Unterwegs erzählten die beiden Frauen, dass sie den Beruf der Landschaftsgärtnerin ausüben und nun seit ca. 8 Monaten unterwegs sind. Während ihrer Wanderschaft haben sie sich getroffen, sie kommen beide aus dem Rheinland und arbeiten momentan gemeinsam auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Landkreis Verden. Danach wird es dann weitergehen, gegebenenfalls trennen sich dann auch wieder ihre Wege. Insgesamt werden sie insgesamt drei Jahre unterwegs sein, so ist die Regel. Da wünschen wir natürlich weiterhin "Gute Reise!!" |
Gemütliches Beisammensein der Ehrenamtlichen vom BürgerBus-Verein Das traditionelle Jahresabschlussessen für das vergangene Jahr der Aktiven im Kirchlintler BürgerBusverein fand jetzt im Gasthaus zum Drommelbeck in Hohenaverbergen statt. Für Interessierte gab es zuvor bei schönem Wetter einen regionalgeschichtlichen Spaziergang, der beim Insektenhotel in Specken begann.
Die Route begann auf einem der malerischsten Wanderwege Norddeutschlands, dem Hermann-Billung-Weg. Benannt wird der Weg nach dem sächsischen Adligen Hermann Billung, der Markgraf, Herzog und Stellvertreter des Sachsenkönigs Otto I. (912–973) war. Dieser Fernwanderweg ist 145 Kilometer lang, beginnt in Lauenburg und endet in Verden. Gekennzeichnet ist der Weg mit einem „B“. Dazu gibt es einen weiteren Fernwanderweg durch die Gemeinde Kirchlinteln, den Friedrich-Freudenthal-Weg, der mit einem „F“ gekennzeichnet ist. Rechter Hand ist das Urstromtal des Gohbachs zu sehen, und die Gruppe machte einen Halt vor dem Haus in Kaberloh. Diese Hofstelle wurde 1806 errichtet und gehörte zur Gemarkung Luttum. Generationen später, um 1968, beantragten die Besitzer eine Umgemeindung nach Weitzmühlen, der auch stattgegeben wurde. Angeblicher Grund war die dort geringere Grundsteuer. Fernab des Verkehrs kam die 17-köpfige Gruppe beim Luttumer Fernsehturm an. 1966 erwarb die Deutsche Bundespost das 1,6 Hektar große Waldgrundstück im Norden Luttums. Die Inbetriebnahme des Fernsehsenders Verden erfolgte am 8. Juli 1969. Auf dem 200 Meter hohen Stahlgittermast wurde eine 22 Meter hohe Antenne gesetzt. Von hier aus wurden bis zur Einführung von DVBT auf Kanal 25 das 2. Programm und auf Kanal 60 die 3. Programme ausgestrahlt. Die Gesamtbaukosten betrugen rund 2,5 Millionen Euro. Nicht weit weg vom dominanten Funkturm liegt eine nicht minder beeindruckende Sandgrube. Früher gab es eine kleine und eine große Sandgrube, jetzt gibt es nur noch eine große. Die Besitzer verkauften zwischenzeitlich die Sandentnahmestellen an eine große Verdener Firma. Ein Teil der Fläche wurde von der Stadt Verden für Kompensationsmaßnahmen als Ausgleichsfläche für das Gewerbegebiet Finkenberg aufgekauft. Von hier aus ging es über den Steinkampweg zur Luttumer Dorfscheune für eine kleine Pause. Vorher führte der Weg an der Heinrich-Funke-Eiche vorbei. Der Luttumer hatte, als er Ende der 40er-Jahre aus der Kriegsgefangenschaft zurückkam, diese Eiche auf dem Steinkamp gepflanzt, und sie hat sich seitdem gut entwickelt. Gestärkt ging es dann weiter auf die letzte Etappe. Über die Bergstraße, an der Röthkuhle vorbei und durch das Fuhrenholz ließen die aktiven BürgerBussler die Luttumer Grundschule rechts liegen und bogen Richtung Drommelbeck auf einen Waldweg ein. Nach Überquerung der Kleinbahnschienen ist linker Hand der Bahnhalt Hohen zu sehen, der seiner Blütezeit wohl hinterhertrauert. Wie geplant, erreichten die Spaziergänger das Gasthaus pünktlich. Die Gruppe wurde von denjenigen, die den Weg nicht auf sich nehmen konnten oder wollten, empfangen, und das Essen konnte aufgetischt werden. Reinhard
Ries, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, freute sich über die
große Zahl der Teilnehmenden und bedankte sich bei allen für die im
zurückliegenden Jahr geleistete ehrenamtliche Arbeit. Nach mehr als
zwei Stunden Kurzweil brachte Renate Meyer die Gäste wohlbehalten
mit dem BürgerBus wieder nach Hause. |